Mit Nachhaltigkeitsrichtlinien Schritt halten

21.01.2022

Angesichts der zunehmenden Belastung durch sich ständig ändernde gesetzliche Vorgaben und Richtlinien sehen sich Krankenhausorganisationen mit einer Flut von Bestimmungen konfrontiert. Zusätzlich zu den Rückstaus und dem Personalmangel, die durch die COVID-19-Pandemie verursacht wurden, ist es keine Überraschung, dass der Gesundheitssektor damit zu kämpfen hat, sich in einem Meer von Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben über Wasser zu halten. Während Gesundheitsdienstleister versuchen, sich in der komplizierten Welt der Vorgaben und Richtlinien zurechtzufinden, besteht die ernste Gefahr, dass die Nachhaltigkeitsvorschriften durch sich schnell verändernde Klimaziele konterkariert werden. Die Besorgnis über den fragilen Zustand unseres Klimas wächst. Dabei stehen auch die Gesundheitssysteme im Rampenlicht – was kann der Gesundheitssektor tun, um mit sich wandelnden Vorschriften und Richtlinien Schritt zu halten? Und wie können MedTech-Anbieter Gesundheitseinrichtungen dabei helfen, die Dynamik aufrechtzuerhalten und regulatorische Hindernisse zu überwinden?

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Die Herausforderung, mit den Nachhaltigkeitsrichtlinien im Gesundheitswesen Schritt zu halten

Zunehmende Regulierung

Mit COVID-19 müssen sich Krankenhausorganisationen ihren bisher größten Herausforderungen stellen. Hinzu kommen weitere Hürden in Form von sich ständig ändernden Richtlinien und Vorschriften. Um zu verhindern, dass Krankenhäuser mit hohen Strafen und Bußgeldern belegt werden, ist eine Vielzahl von Bewertungen und Berichten erforderlich. Da der Gesundheitssektor bereits durch die aktuelle Pandemie lahmgelegt wurde, ist die Notwendigkeit, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben effizienter zu steuern, noch nie so deutlich geworden.

Da der Gesundheitssektor zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen gehört 1 , hat sich die Herausforderung, mit den Nachhaltigkeitsrichtlinien und -vorgaben Schritt zu halten, in letzter Zeit erheblich verschärft. Die Gewährleistung der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen bringt eine Reihe einzigartiger und komplexer Bestimmungen und Herausforderungen mit sich, die sorgfältig geprüft werden müssen. Die Einhaltung der komplexen und sich ändernden Nachhaltigkeitsrichtlinien und -vorgaben ist oft ein schwieriger Balanceakt zwischen dem, was für die Umwelt, und dem, was für das Gesundheitssystem richtig ist.

Nachhaltigkeitsrichtlinien – das Ausmaß des Problems

Die Größenordnung der Klimabilanz des Gesundheitswesens zu verstehen kann einen Einblick in das tatsächliche Ausmaß des Problems geben, mit dem Krankenhausorganisationen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsrichtlinien konfrontiert sind.

Es überrascht nicht, dass das Aufkommen von Kunststoffabfällen in Form von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Medizinprodukten infolge der Pandemie und der Besorgnis über die Kontamination mit Infektionskrankheiten exponentiell zugenommen hat 2 . Es gibt Hinweise darauf, dass zum Beispiel die Vereinigten Staaten in nur zwei Monaten den medizinischen Abfall eines ganzen Jahres erzeugt haben könnten 3 – und damit wesentlich mehr Treibhausgasemissionen verursacht haben könnten als beispielsweise die weltweite Luftfahrtindustrie. Darüber hinaus meldete SUEZ einen Anstieg der Abfälle aus dem Gesundheitswesen um 50 % in Frankreich und um 30–50 % in den Niederlanden über mehrere Wochen 4 .

Die Schätzungen der Nettoemissionen sind alarmierend: 4,4 % der weltweiten Nettoemissionen entfallen auf das Gesundheitswesen. Health Care Without Harm (HCWH), ein Non-Profit-Netzwerk europäischer Krankenhausorganisationen, schätzt, dass das Gesundheitswesen, wenn es ein Land wäre, der fünftgrößte Emittent der Welt wäre. Werden keine geeigneten Maßnahmen ergriffen, dürften sich die weltweiten Emissionen aus dem Gesundheitswesen bis 2050 im Vergleich zu 2014 verdreifachen und beachtliche sechs Gigatonnen pro Jahr erreichen 5 . Die Treibhausgasemissionen des Gesundheitswesens sind zwar von Land zu Land sehr unterschiedlich, doch der HCWH-Bericht legt nahe, dass zumindest in Europa die Treibhausgasemissionen einen gemeinsamen Ursprung haben 1 :

  • 17 % aus Einrichtungen und Fahrzeugen des Gesundheitswesens,
  • 12 % aus Energiequellen wie Heizung, Elektrizität, Dampf und Kühlung,
  • 71 % aus der Lieferkette des Gesundheitswesens durch die Produktion, den Transport und die Entsorgung von Waren und Dienstleistungen, vor allem von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, medizinischen Instrumenten und Geräten.

Ganz offensichtlich ist es dringend notwendig, den wachsenden CO₂-Fußabdruck des Gesundheitswesens zu bekämpfen. Die Weltgesundheitsorganisation stellt fest: „Ein ökologisch nachhaltiges Gesundheitssystem würde die Gesundheit verbessern, erhalten oder wiederherstellen und gleichzeitig negative Auswirkungen auf die Umwelt minimieren und Möglichkeiten zur Wiederherstellung und Verbesserung der Umwelt nutzen, was der Gesundheit und dem Wohlbefinden heutiger und künftiger Generationen zugutekommt.“ 6

Wie sehen die aktuellen Nachhaltigkeitsrichtlinien aus?

Um den immer größer werdenden CO₂-Fußabdruck des Gesundheitswesens zu bekämpfen, haben sich mehrere Länder der Europäischen Union darauf geeinigt, auf eine vollständige Dekarbonisierung hinzuarbeiten. Das Pariser Abkommen und der europäische Grüne Deal verpflichten dazu, die Erderwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen 7 , die Emissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber 1990 zu senken und Europa bis 2050 zum ersten kohlenstoffneutralen Kontinent zu machen 8 .

Zweifellos ist der Versuch, mit den Nachhaltigkeitsrichtlinien und den damit verbundenen komplexen Zielen und Vorgaben Schritt zu halten, eine anspruchsvolle Aufgabe für den Gesundheitssektor. Doch wo fangen Krankenhausorganisationen an, wenn es darum geht, das sich ständig wandelnde Ziel der Nachhaltigkeit zu verfolgen? Und wie können sie die richtige Unterstützung finden? Die Antwort ist, mit kleinen und überschaubaren Veränderungen zu beginnen, die im Laufe der Zeit erhebliche Auswirkungen haben. Sehen wir uns einige Beispiele an, wo MedTech-Anbieter wie Olympus Hilfestellung geben können.

Das Ziel einer klimaneutralen Gesundheitsversorgung

Effizientes Abfallmanagement im Gesundheitswesen

Der Gesundheitssektor verursacht aufgrund seines hohen Energie- und Ressourcenverbrauchs erhebliche Mengen an Emissionen und Abfällen. Das steigende Aufkommen an einmal verwendbaren und abgepackten Medizinprodukten nimmt immer schneller zu, insbesondere in den westlichen Ländern, die tendenziell höhere Ausgaben für das Gesundheitswesen haben. Mit der Zunahme von ambulanten chirurgischen Eingriffen und der häuslichen Pflege ist auch das Abfallaufkommen in der kommunalen Gesundheitsversorgung gestiegen. Dies wirft zusätzliche Probleme bei der Abfallentsorgung auf.

Einweg-Medizinprodukte sind für bestimmte Verfahren notwendig. Ihre Verwendung so weit wie möglich einzuschränken könnte jedoch eine Möglichkeit sein, Verpackungsabfälle zu reduzieren. Auch die Umweltfolgen, die durch unsachgemäß verwaltete Mülldeponien und Asche aus Verbrennungsanlagen, die bekanntermaßen einen hohen Schwermetallgehalt hat, verursacht werden, würden so reduziert. Olympus will Gesundheitsdienstleister dabei unterstützen, den abfallbedingten CO₂-Fußabdruck zu verringern und effizienter zu steuern. Dazu werden neben Einwegprodukten auch wiederverwendbare Medizinprodukte angeboten. Intern hat sich Olympus verpflichtet, das Ziel der Kohlenstoffneutralität bis 2030 zu erreichen, indem effektive und wirksame Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen ergriffen werden. Dazu gehört auch eine höhere Verpackungseffizienz 9 .

Den Einkauf nachhaltiger gestalten

Der Einkauf trägt am meisten zum CO₂-Fußabdruck im Gesundheitswesen bei. Mit rund 15.000 Krankenhäusern ist der europäische Gesundheitssektor ein wichtiger Einkäufer von Waren und Dienstleistungen, die in jeder Phase des Lebenszyklus Auswirkungen auf den CO₂-Fußabdruck haben. Das Ziel eines nachhaltigen Einkaufs ist es, die Umweltfolgen von Kaufentscheidungen zu minimieren. Und das erfordert eine sorgfältige Abwägung und Planung.

Eine Möglichkeit, die CO₂-Bilanz des Einkaufsprozesses zu verbessern, wäre sicherzustellen, dass die MedTech-Anbieter auch an ihre Umweltverantwortung denken. Olympus legt großen Wert auf die Bereitstellung umweltverträglicher Produkte und Dienstleistungen und hat einen umweltfreundlichen Einkauf integriert, um Krankenhausorganisationen entsprechend zu unterstützen 9 . Als MedTech-Anbieter, der sich einer gesunden Umwelt verpflichtet hat, ist Olympus ständig bestrebt, seine Performance in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit zu verbessern. Dazu gehört, die geltenden Gesetze und Bestimmungen einzuhalten, die Auswirkungen auf die Umwelt durch sämtliche Geschäftstätigkeiten zu verringern sowie Transparenz und Zuverlässigkeit bei der Übermittlung von Informationen über Aktivitäten im Bereich Umwelt, Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten.

Effizientes Ressourcenmanagement im Gesundheitswesen

Zur Energiebilanz von Krankenhäusern tragen verschiedene Faktoren bei. Doch zwei wichtige Maßnahmen können helfen, die Energienutzung zu verbessern, und zwar, wie bereits erwähnt, die Reduzierung des unnötigen Energieverbrauchs und die Steigerung der Energieeffizienz.

Am einfachsten können Krankenhausorganisationen Energieverbrauch und -effizienz verbessern, wenn die Geräte in energieintensiven Bereichen, wie dem OP, ordnungsgemäß gewartet werden. Eine regelmäßige Wartung verlängert nicht nur die Lebensdauer der Geräte, sondern verringert auch ihren ökologischen Fußabdruck.

Die Zusammenarbeit mit einem MedTech-Anbieter wie Olympus, der einen regelmäßigen Service-Support anbietet, kann dazu beitragen, die anhaltende Energieeffizienzkrise im Gesundheitswesen zu bekämpfen, und Krankenhausorganisationen bei der Einhaltung ihrer Nachhaltigkeitsrichtlinien unterstützen.

Zusammenfassung

Da die Herausforderung, mit den Nachhaltigkeitsrichtlinien Schritt zu halten, immer umfassender wird, stehen Krankenhäuser unter dem wachsenden Druck, neue und innovative Wege zu finden, um ihren CO₂-Fußabdruck zu verringern.

Neben der Umsetzung von Veränderungen innerhalb der Krankenhausorganisationen, die das Abfall- und Ressourcenmanagement verbessern, tragen Partnerschaften mit Medizintechnik-Anbietern dazu bei, die steigenden Anforderungen an Krankenhausorganisationen hinsichtlich der Umsetzung der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Dies kann durch die Nachhaltigkeitsaktivitäten der Medizintechnik-Anbieter oder durch interne Veränderungen, die zu einer Effizienzsteigerung beitragen, geschehen. Mithilfe von Unterstützungsstrategien für den Gesundheitssektor können Krankenhausorganisationen die Anforderungen der sich ständig weiterentwickelnden Nachhaltigkeitsrichtlinien besser bewältigen.

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