Das PLASMA-System

Das PLASMA-System ist die intelligente Wahl für eine sichere, kostengünstige, zeitsparende und erprobte Therapie für Patienten mit BPH und NMIBC. 15,18 Dank einer optimalen Abstimmung zwischen dem ständig wachsenden Sortiment an prozedurorientierten PLASMA-Elektroden und dem intelligenten Hochfrequenzgenerator ist das System in hohem Maße anpassbar.

PLASMA setzt neue Standards bei der individuellen BPH-Behandlung.

Die sichere Wahl

Vergleichbares klinisches Ergebnis bei verbessertem Sicherheitsprofil im Vergleich zur M-TURP
Das PLASMA-(TURis-)System bietet bei der maximalen Durchflussmenge (Qmax), beim Resektionsgewicht/-radikalität, Restharn (Post-Void Residual, PVR) und IPSS (International Prostate Symptom Score)/IIEF-5 (International Index of Erectile Function) dieselbe Wirksamkeit wie die monopolare TURP. 8,15

Gegenüber der monopolaren Technik weist das PLASMA-System zudem ein günstigeres perioperatives Sicherheitsprofil auf, insbesondere bezüglich des Auftretens des TUR-Syndroms, der Häufigkeit von Bluttransfusionen und der Rate der Koagelretention. 18

Die individuelle Wahl

Vielfältige Behandlungsoptionen, individuell für jeden Patienten anpassbar
PLASMA bietet Lösungen für unterschiedliche Prostatavolumina, Anatomien und Patientenprofile an und ermöglicht optimale klinische Ergebnisse bei jedem einzelnen Patienten. Hierzu gehören zum Beispiel Hochrisikopatienten oder Patienten, die ihre antegrade Ejakulationsfähigkeit behalten möchten. Das PLASMA-System ist die Antwort auf den Trend zur personalisierten Behandlung in der Chirurgie. Folgende Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung:
  • Resektion mit Resektionsschlingen in verschiedenen Größen und Formen
  • Vaporisation mit ovalen und runden Vaporisationselektroden
  • Enukleation mit einer speziellen Schlinge

"Mit PLASMA kann jeder Chirurg seinem Patienten die am besten geeignete Behandlungsoption bieten, weil er je nach Profil und Bedürfnissen des Patienten eine Resektion, eine Vaporisation oder eine Enukleation durchführen und sogar während des Eingriffs die Technik wechseln kann." (Januar 2017)


Prof. Dr. Jörg Raßler
Klinik für Urologie, St. Elisabeth-Krankenhaus, Leipzig, Deutschland

Die bewährte Wahl

Klinisch untersucht und von der EAU empfohlen
PLASMA wird empfohlen und klinisch untersucht. In ihren Leitlinien aus dem Jahr 2016 empfiehlt die EAU PLASMA (TURis/bipolare Resektion) als eine Behandlungsoption erster Wahl bei allen Prostatagrößen.
PLASMA ist die am weitesten verbreitete und am gründlichsten untersuchte Alternative zur monopolaren TURP. Das aktuell vorliegende wissenschaftliche Datenmaterial umfasst 15 randomisierte kontrollierte Studien von hoher Qualität, bei denen speziell Olympus PLASMA eingesetzt wurde. 15,18
Die Leitlinien erwähnen auch, dass die mit PLASMA einerseits und durch monopolare TURP andererseits erzielten Ergebnisse kurz- und mittelfristig vergleichbar sind. PLASMA weist jedoch ein günstigeres perioperatives Sicherheitsprofil auf als die monopolare TURP.

Die effiziente Wahl

Kürzere Krankenhausaufenthalte, weniger Wiederaufnahmen und geringere Kosten im Vergleich zur M-TURP
Durch die besseren klinischen Ergebnisse verringern sich darüber hinaus die Gesamtkosten für stationäre Aufnahmen und Wiederaufnahmen deutlich. Die Abbildung illustriert die Einsparungen, die durch den Einsatz von PLASMA anstelle der monopolaren TURP - bezogen auf eine Anzahl von 100 Patienten pro Jahr - erzielt werden können.
Dabei werden die mit PLASMA verbundenen höheren Ausgaben für Verbrauchsmaterialien und Ausrüstung (untere Balken) wettgemacht, weil infolge der besseren klinischen Ergebnisse geringere Kosten durch Komplikationen, Krankenhausaufenthalte und Wiederaufnahmen (obere Balken) anfallen.
Eine in einer NICE-Leitlinie publizierte Wirtschaftlichkeitsanalyse, der eine weitere Publikation folgte, ergab für den Wechsel von der monopolaren zur PLASMA-Technologie mögliche Einsparungen von bis zu 21 %. 15

PLASMA-PROZEDUREN BEI BPH

PLASMA-Resektion

Die transurethrale Resektion ist nach wie vor die häufigste Behandlung bei BPH und NMIBC. Bei PLASMA-Resektionen wird mithilfe von bipolarem HF-Strom eine PLASMA-Korona erzeugt, die das Prostata- oder Harnblasengewebe vaporisiert.

Vorteile

  • Überzeugendes Sicherheitsprofil im Vergleich zur monopolaren Resektion (gilt für alle PLASMA-Verfahren) 5
  • Hohe Gewebeablationsrate 23,24,25
  • Präzisere Schnittführung und Koagulation im Vergleich zur monopolaren Resektion 26
  • Kurze Lernkurve 27
  • Ermöglicht den Erhalt der Sexualfunktion, einschließlich der antegraden Ejakulation, mithilfe der ejakulationserhaltenden Resektionstechnik 28
  • Qualitativ hochwertige pathologische Proben

Empfohlene Resektionselektroden

Neben der Anwendung verschiedener technischer Methoden (Nesbit, Barnes usw.) können Resektionen mit einem breiten Spektrum an farbcodierten Elektroden für Eingriffe an Prostata und Blase vorgenommen werden. Die Wahl richtet sich nach dem Eingriff und den verwendeten Optiken. Dabei gilt:

  • kleine Schlingenelektroden eignen sich besonders gut für die Behandlung von Blasentumoren;
  • mittelgroße Schlingenelektroden sind der Standard und kommen in über 80 % der TURs zum Einsatz;
  • große Schlingenelektroden ermöglichen schnellere und reibungslosere Operationen, v. a. bei großen Prostatae, und
  • abgewinkelte Schlingenelektroden ermöglichen einen leichteren Zugang zur vorderen Blasenwand.

PLASMA-Vaporisation

Die PLASMA-Vaporisation ist eine sichere und anwenderfreundliche Lösung für die prozedurbezogenen Anforderungen des TUR-Gewebemanagements, bei der das Gewebe durch energiereiches Gas schonend vaporisiert wird.

Die neue, optimierte ovale Form der Vaporisationselektrode ermöglicht in Kombination mit der leicht erlernbaren "Schwebetechnik" eine effektive, schnell abladierende und nahezu blutungsfreie schonende Vaporisation des Gewebes.

Vorteile

  • Ideal für kleinere und mittelgroße Prostatae
  • Geringere Anzahl schwerer Komplikationen im Vergleich zur TURP 6
  • Weniger stationäre Wiederaufnahmen im Vergleich zur TURP 7
  • Kürzere Krankenhausaufenthalte im Vergleich zur TURP 21
  • Kontinuierliche, sichere Hämostase
  • Tageschirurgische Durchführung aufgrund der Verkürzung der Katheterisierungsdauer und des Krankenhausaufenthalts potenziell möglich 21
  • Nachgewiesene Anwendbarkeit bei Patienten, die Antikoagulanzien einnehmen 22
  • Klare, ungehinderte Sicht während des Eingriffs, da weder Gewebe noch Laserimpulse die Sicht stören
  • Deutlich niedrigere Materialkosten im Vergleich zur photoselektiven Vaporisation (PVP)

Empfohlene Vaporisationselektroden

Mit seiner optimierten Form erlaubt der neue Plasma-OvalButton eine um 21 % schnellere Vaporisation als der ältere PlasmaButton (rund).*
* Interne Labortests von Olympus

PLASMA-Enukleation

Diese revolutionäre Technik nutzt die natürlichen anatomischen Gegebenheiten, um das Prostatagewebe aus der Kapsel "herauszuschälen". Nach Lokalisation der richtigen Schichten wird jeder Prostatalappen in einem Stück abgeschält. Zur vollständigen Enukleation werden die Lappen in die Blase geschoben, wo sie mit einem Morcellator fragmentiert werden.

Im Falle einer unvollständigen Enukleation bleiben die entfernten Lappen über eine Gewebebrücke noch mit der Kapsel verbunden und werden dann mit einer PLASMA-Schlinge reseziert. Die transurethrale Enukleation mit bipolarer Technik (TUEB) bietet bei der Behandlung großer Prostatae eine Alternative zur Laser-Enukleation.

Vorteile

  • Behandlung von Prostatae jeder Größe mit ausgezeichneter Erhaltung des Gewebes für die pathologische Untersuchung
  • Vollständige Exzision des obstruktiven Adenoms bis auf die Prostatakapsel, sofern erforderlich
  • Minimaler intraoperativer Blutverlust29,30
  • Kürzere Katheterisierungs- und Krankenhausverweildauer im Vergleich zur Resektion und offenen Prostatektomie (OP)


PLASMA-Enukleation im Vergleich zur bipolaren Resektion

  • Höheres reseziertes Prostatagewicht29
  • Bessere langfristige postoperative Ergebnisse hinsichtlich IPSS, QoL, Qmax und PVR (36, 48, 60 Monate)29


PLASMA-Enukleation im Vergleich zur offenen Prostatektomie

  • Geringere Abnahme des Hämoglobins und weniger Bluttransfusionen11
  • Höherer Score beim International Index of Erectile Function (IIEF-5) nach 12 Monaten11
  • Weniger Komplikationen, kürzere Rekonvaleszenz und zufriedenstellende Nachuntersuchungsergebnisse19

Empfohlene Enukleationselektrode

Mit der Drahtschlinge der TUEB-Elektrode können die Schichten lokalisiert und etwaige Blutungen koaguliert werden. Mit der schwarzen Kufe (Spatel) werden die Prostatalappen schonend abgeschält.

Natürliches Vorkommen von PLASMA

PLASMA ist in unserer Welt häufig anzutreffen und tritt in der Natur in verschiedenen Variationen auf. Besonders häufig tritt es in atmosphärischen Erscheinungen und im Weltall, z. B. auf der Sonne, auf und ruft auch das Polarlicht hervor.

"PLASMA ist eine Technologie, die feine Biopsieschnitte, die Resektion großer Adenome und eine effiziente Koagulation ermöglicht. Sie verwandelt das Resektoskop in ein Universalinstrument für die unteren Harnwege." (Januar 2017)


Prof. Dr. Jörg Raßler
Klinik für Urologie, St. Elisabeth-Krankenhaus, Leipzig, Deutschland

PLASMA live erleben

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Referenzen

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