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Das Problem: Es ist noch gar nicht lange her, da war es völlig normal, beim Fotografieren durch den Sucher der Kamera zu schauen. Bei traditionellen und auch bei den meisten digitalen Spiegelreflexkameras war das, bedingt durch deren Konstruktion, gar nicht anders möglich. Obwohl es als selbstverständlich galt – man kannte ja nichts anderes – hat sich bestimmt jeder SLR-Fotograf gelegentlich gewünscht, etwas besser sehen zu können, was er gerade aufnimmt: etwas größer, etwas schärfer und etwas flexibler. Und es gab sicher Momente, in denen er sich darüber geärgert hat, entscheiden zu müssen, ob er nun Augenkontakt mit der Person hält, die er zum Lächeln ermuntern will oder doch besser durch den Sucher guckt, um den Moment des perfekten Lächelns nicht zu verpassen.
Bei digitalen Kompaktkameras hat Live View auf den Kamera-LCDs rasch die Art und Weise der Bildaufnahme revolutioniert. Heutzutage ist es nahezu unmöglich, noch eine Kompaktkamera mit optischem Sucher zu finden. Den Bildausschnitt mithilfe des großen LCD zu wählen, hat eindeutig den Vorzug erhalten. Und so stellte sich bald die naheliegende Frage: „Warum ist das nicht auch bei D-SLRs der Fall?“ |
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Die Lösung:
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Mit der Entwicklung von Live View schafften die Ingenieure von Olympus etwas, das für eine lange Zeit als unmöglich galt. Der Einsatz dieser Technologie in D-SLRs bedeutet, dass Fotografen das LCD nicht nur für die Begutachtung ihrer Aufnahmen, sondern bereits für die Bildkomposition nutzen können. Während dies bei Kompaktkameras schon lange möglich war, stellte die Umsetzung für D-SLRs eine Herausforderung dar: In SLRs wird das in das Objektiv einfallende Licht über Spiegel und Prisma so umgelenkt, dass das Bild im Sucher betrachtet werden kann. |
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Die Vorteile: Nicht nur die Wahl des Bildausschnitts gestaltet sich mit der Live View-Technologie flexibler. Für Fotografen ergeben sich dadurch zahlreiche andere Vorteile. Zum einen gibt es nun keinen Grund mehr, sein Gesicht hinter der Kamera zu verbergen – der Fotograf kann von Angesicht zu Angesicht mit seinem Model kommunizieren und hat dennoch alles im Blick. So kann ein ermutigendes Lächeln oder Augenzwinkern die Atmosphäre zwischen beiden auflockern.
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 Normale Größe
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 Mit 7-facher Vergrößerung
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Beim Scharfstellen können Fotografen nicht nur den Komfort des Autofokus genießen, sondern haben außerdem die Möglichkeit, mithilfe des großen LCDs manuell scharfzustellen. Das Motiv kann hierbei sogar 7- oder 10-fach vergrößert dargestellt werden. Das ist speziell in der Makrofotografie von Vorteil, da so eine präzise Feineinstellung des Fokus vorgenommen werden kann. Außerordentlich scharfe Aufnahmen, selbst der feinsten Details, sind das Ergebnis.
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Auch die Unterwasserfotografie erreicht eine neue Dimension. Mit Live View-Kameras, für die ein Unterwassergehäuse zur Verfügung steht, können Taucher ihr Motiv auch durch die Tauchermaske klar und deutlich auf dem LCD sehen. Spezielle Unterwasser-Aufnahmemodi verhelfen zu tollen Bildergebnissen. Außerdem gestatten die extrem großen Blickwinkel des LCD dem Taucher, die Kamera in alle Richtungen zu bewegen und dabei dennoch genau zu sehen, was aufgenommen wird.
Live View bietet aber noch weitere Möglichkeiten für gute Aufnahmen. Zum Beispiel kann der Fotograf die Schärfentiefe sowie die Wirkung von Belichtungs- und Weißabgleichskorrekturen direkt auf dem LCD beurteilen. Niemand braucht mehr die Bildergebnisse abzuwarten, um den Effekt von bestimmten Kameraeinstellungen zu betrachten. Es gilt: „Das Gesehene aufnehmen, das Aufgenommene sehen“. |
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 E-410 mit Unterwassergehäuse |
Weißabgleichskorrektur mit Live View:
 Originales Live View-Bild |
 Niedrigere Farbtemperatur eingestellt |
 Höhere Farbtemperatur eingestellt |
Wie Live View funktioniert: Live View wird dadurch ermöglicht, dass der Spiegel hochgeklappt und das Bild, so wie es der Sensor „sieht“, auf dem LCD angezeigt wird. Hierbei ist sowohl automatisches als auch manuelles Fokussieren möglich. Für den Autofokus wird der Spiegel kurzzeitig heruntergeklappt, so dass der AF-Sensor, der hinter dem Spiegel sitzt, seine Messung vornehmen kann. Danach geht der Spiegel sofort in seine Ausgangsposition zurück.

Wenn Live View eingeschaltet ist, arbeitet der Bildsensor ununterbrochen. Daher wurde ein Sensortyp benötigt, der wenig Energie verbraucht, aber gleichzeitig die von Full Frame Transfer CCDs bekannte hohe Bildqualität liefert. Olympus entschied sich für die bewährte Live MOS Sensor-Technologie. Durch die Verbesserung von Material und Fertigungsprozess wurde die Konstruktion des Sensors radikal vereinfacht. Das Ergebnis war ein Sensor mit niedrigem Stromverbrauch sowie geringer Hitzeentwicklung und minimalem Bildrauschen.
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